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Br├Ąutigam – unbekannt!

Dies sind Ausz├╝ge aus dem Brief einer jungen Frau an Friedel Stegen, nachdem dieser sie mehrere Jahre mit dem Heiratswunsch eines Mannes verfolgt hatte. W├Ąre diese Frau eine labile Person, sie w├Ąre heute durch die ÔÇ×geistliche Leitung” von Kwasizabantu mit einem Mann verheiratet, den sie nicht h├Ątte haben wollen. (…) kennzeichnet Auslassungen

Juni 1999

Lieber Onkel Friedel,

(…)

Menschenverehrung und blinder Gehorsam

Onkel Friedel, Du bist ein liebenswerter, v├Ąterlicher, gutaussehender, fr├Âhlicher Mensch. Die Leute lieben Dich. Du hast eine mitrei├čende Art, die einfach ansprechend ist. Au├čerdem kommst Du von einem fremden Land (sehr abenteuerlich), hast Zeichen und Wunder miterlebt (sehr geheimnisvoll), bist viel herumgereist (welterfahren).Das ist f├╝r viele beeindruckend. Und darin liegt die gro├če Gefahr. Die Leute haben sich Dir ausgeliefert und akzeptieren alles was Du sagst, ohne Kritik, ohne nachzudenken. Blinder Gehorsam ist das.

(…)

Wie oft musste ich mir unn├╝chterne Lobeshymnen und Schw├Ąrmereien von Deinen Fans anh├Âren. Alles was ich (…) erz├Ąhlt bekommen habe, stand immer in Verbindung mit Dir. “…der Onkel Friedel hier, der Onkel Friedel dort….”

(…)

Immer wieder, habe ich beobachtet, dass es bei Diskussionen oder Sitzungen verschiedene Ansichten und L├Âsungsans├Ątze gab. Kamst Du dazu und hast Deine Meinung gesagt, haben alle dem├╝tig genickt , geschwiegen und ihre Meinung aufgegeben. Termine oder Veranstaltungen haben ├Ąu├čerste Priorit├Ąt, wenn Du dabei bist. Dann beeilen sich alle, um dicht bei Dir zu sein. Eine Freizeit ist nur sch├Ân, wenn der Onkel Friedel auch spricht, da macht es auch nichts, wenn man Hunderte von Kilometer daf├╝r f├Ąhrt und wenn es auch den ganzen Urlaub und Freizeit kostet…. Genauso stark ist diese Haltung auch bei den Mitgliedern des Eurochors. Typischer Ausspruch bei den Jugendlichen ist zum Beispiel: “… aber der Onkel Friedel hat gesagt, wir sollen ….”

(…)

Gewiss, die Entstehung eines “Fanclubs” ist ein psychologisches Ph├Ąnomen, was sich nie ganz vermeiden l├Ąsst. Deshalb, Onkel Friedel, du hast eine gro├če Verantwortung, weil so viele Seelen sich blind Dir anvertrauen. Sie lassen sich manipulieren und machen sich zu Marionetten und “Speichelleckern” Au├čerdem f├Ârdert dieses die Entstehung einer Gruppendynamik. Die Gruppe entscheidet, welche Gesetzte Priorit├Ąt haben. Wer nicht denkt, wie die Gruppe denkt, der wird hinausgesto├čen (z.B. w├Ąhrend der Jugendfreizeit Dez. 1998 in Frankreich, wo es hie├č: ÔÇ×Wenn Eure Eltern nicht diesen Weg gehen, dann trennt Euch von ihnen.”). Nachdenken und Hinterfragen sind innerhalb diesem Systems nur bedingt geduldet wenn es zum Vorteil von KSB ist, sonst in keiner Weise erw├╝nscht und gestattet- Und das ist gef├Ąhrlich.

Thema: Br├Ąutigam unbekannt

Stell Dir vor, Du solltest einen Prokuristen oder Buchhalter einstellen, der Deine Gesch├Ąfte verwaltet, der Einblick in Deine Finanzlage hat und der an Deiner Stelle gro├če Gesch├Ąfte abwickeln darf. Dem Du eine gro├če Summe Geld anvertraust. Nach welchen Kriterien w├╝rdest Du diesen einstellen?

W├╝rde es Dir ausreichen, dass er sich bei einem Gottesmann um die Anstellung bei Dir beworben hat? Oder das ein anderer Christ ein gutes Gef├╝hl hat, ohne diesen zu kennen? W├╝rde es Dir ausreichen nur den Vornamen des Bewerbers zu kennen? Familienname, Alter, Berufserfahrung w├Ąren Dir unwichtig? Ein Traum als Best├Ątigung w├╝rde reichen? Ich denke, ein Gesch├Ąftsmann wei├č, dass das auch schnell zum Millionenbankrott f├╝hren kann.

Aber f├╝r Dich Onkel Friedel, war es selbstverst├Ąndlich, dass ich einen Mann heirate, von dem Du mir nicht mal seinen Nachnamen nennen konntest. Geschweige denn mir etwas ├╝ber seine Familie, seinen Beruf, seine Hobbys. 3 Jahre lang konntest zu mir nichts ├╝ber seinen Nachnamen und Beruf sagen! Obendrein hast Du auch noch versucht, mich zu beeinflussen.

Peter T. hat beim Jugendtreffen in Frankreich (Dez 1999) vor versammelter Jugend empfohlen und gesagt, dass das verlobte Paar auch in der Verlobungszeit kein Wort miteinander sprechen d├╝rfe, wenn sie diesen “reinen Weg” gehen wollen. Selbst die Hochzeit m├╝sse von der Gemeinde organisiert werden. (Darauf sind alle aufgestanden und haben “Ich sag ja, ja, ja…”.gesungen). Das k├Ânnte bedeuten, dass ich vor der Hochzeit nichts erfahre ├╝ber den, mit dem ich als Ehefrau mein Schlafzimmer und meine Finanzen teile. Und am Standesamt wei├č ich wom├Âglich nicht einmal mit welchem neuen Nachnamen ich unterschreiben muss. Onkel Friedel, das ist ein ÔÇ×Risikogesch├Ąft”. Nein, ich m├Âchte es eher als Gottversuchung bezeichnen. (…)