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Erlo Stegen, der K├Ânig und sein Kult By Albert Pilon

KwaSizaBantu ÔÇô eine Gemeinschaft aus S├╝dafrika.
Einleitung von Dr. Gabriele Lademann-Priemer

Die KwaSizaBantu Mission ist eine Gemeinschaft, deren Gr├╝nder und Leiter Erlo Stegen ich in den 80er Jahren im damaligen Natal/S├╝dafrika (heute: KwaZulu-Natal) besucht habe.
KwaSizaBantu ist ein Zulu-Begriff und bedeutet: Der Ort, an dem Menschen Hilfe bekommen.
Damals wurde sehr von dem Gr├╝nder betont, dass es sich nicht um eine neue Kirche handele, sondern um eine Mission. Wenn Menschen sich durch Heilungen oder die Verk├╝ndigung zum Christentum bekehren, so w├╝rden sie in ihre jeweiligen Kirchen oder Ortsgemeinden zur Taufe geschickt.
Ich war mir nicht so sicher, dass dieses in allen F├Ąllen zutrifft, erlebte jedoch, dass Missionare der evang. Kirche und manche Besucher aus Europa sehr unbefangen mit der KwaSizaBantu Mission umgingen, Kontakte kn├╝pften und den Austausch pflegten.
Ich sah auch, dass auf der KwaSizaBantu Station Plantagen waren und in einem Farmladen Produkte mit guter Qualit├Ąt zu m├Ą├čigen Preisen verkauft wurden. Auch die ÔÇ×Sparl├ĄdenÔÇť, die der Mission verbunden waren, galten als gut und fair.
Dennoch waren manche Afrikaner und gerade luth. Pastoren dem allen gegen├╝ber recht kritisch, aber ohne richtige Gr├╝nde f├╝r ihre Skepsis zu nennen.
Herr Stegen betonte mir gegen├╝ber, dass sie alle drei Monate in den ÔÇ×heidnischen GebietenÔÇť des damaligen Zululandes, besonders in dem Gebiet bei Tugela Ferry, Wahrsagerinnen und Wahrsager bekehrten, die dann ihre Wahrsagegegenst├Ąnde verbrannten. Fotos solcher Verbrennungszeremonien habe ich gesehen. Tugela Ferry liegt im Msinga Distrikt, der in der Zeit der Apartheid ein so genanntes Bantu Homeland war, ein Wohngebiet f├╝r Afrikaner. In diesem Ort gab es ein Missionshospital der Schottischen Mission, im ├╝brigen hat sich im Msinga Distrikt die traditionelle Zulu-Religion lange gehalten.
Ich fragte mich jedoch, woher all die vielen Wahrsager kommen sollten, die dauernd bekehrt werden. Mir dr├Ąngte sich der Verdacht auf, dass diese Bekehrungs- und Verbrennungsveranstaltungen irgendwie bestellt sein m├╝ssten.
Einige Interviews mit Menschen innerhalb von KwaSizaBantu ergaben Geschichten dar├╝ber, dass einer von Krankheit, ein anderer vom Alkohol geheilt sei unter dem christlichen Einfluss des Herrn Stegen. Es war also f├╝r afrikanische Verh├Ąltnisse unspektakul├Ąr, denn Heilungsgeschichten werden allenthalben berichtet.
Die Europ├Ąer und besonders die Frauen, die dort als l├Ąngerfristige Besucher anzutreffen waren, wirkten auf mich irgendwie m├╝de und abgek├Ąmpft. Nach den Angaben der Leitung kamen sie f├╝r jeweils 12 Tage, um im Heilungszentrum zu wohnen. Meine Skepsis wurde ich nicht los.
Sp├Ąter erfuhr ich, dass es auch hier in Europa Zweigstellen dieser Mission gab. Ein Besuch bei der deutschen Leitung ergab auf kritische Nachfragen hin, dass Frauen und M├Ąnner gleichgestellt seien, dass man ├Âkumenische Kontakte zu den benachbarten evang. Kirchengemeinden anstrebe und dass selbstverst├Ąndlich Klagen ├╝ber Vorf├Ąlle, die nicht in Ordnung seien, nachgegangen werde.
Hier ein Beitrag von Herrn Albert Pilon aus den Niederlanden, der viele Interviews gef├╝hrt und sich mit der Gemeinschaft auseinandergesetzt hat.
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ERLO STEGEN, DER K├ľNIG UND SEIN KULT
Ein Abriss ├╝ber die Entstehung der gemischtrassigen Glaubensgemeinschaft Kwasizabantu in KwaZulu-Natal, S├╝dafrika, ihren Transfer nach Europa und die sozial-psychologischen Folgen dieses Transfers f├╝r ihre Anh├Ąnger.
von Albert Pilon
Einleitung
Im Jahr 2000 kam ein hartn├Ąckiger Strom von Ger├╝chten in Gang, der die Gemeinschaft Kwasizabantu und ihren F├╝hrer Erlo Stegen in ein schlechtes Licht stellte. Eine Kommission von Theologen und Kirchenf├╝hrern ver├Âffentlichte im Namen der s├╝dafrikanischen Evangelischen Allianz (Evangeliese Alliansie TEASA) unter Leitung von Rev. Moss Nltha eine Erkl├Ąrung[1] , dass Kwasizabantu einer Sekte gleichkomme, da sie sich selbst als einen exklusiven Weg zu Gott betrachtet. Das Urteil dieser Kommission begr├╝ndet sich auf Zeugenaussagen von 20 Exmitgliedern, die vor ihr aussagten. Danach erschienen Zeitungskolumnen, in denen von Betrug, Machtmissbrauch, geheimen Fonds, erzwungenen Ehescheidungen, Vergewaltigungen, K├Ârperstrafen, einem Fall von Totschlag und Verbindungen mit dem s├╝dafrikanischen Geheimdienst in der Zeit der Apartheid die Rede war.
Bis 1999 hatten sich namhafte Theologen aus unterschiedlichen L├Ąndern ├╝berwiegend positiv ├╝ber Kwasizabantu ge├Ąu├čert. In der akademischen Welt erschienen diverse Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, die sich mit Kwasizabantu identifizierten. Dr. K. E. Koch und Dr. P. Beyerhaus waren eng mit ihr verbunden. Verschiedene deutsche Theologen besuchten die Gemeinschaft mehrfach.
Wer ist Erlo Stegen?
Erlo Stegen[2] wurde 1935 geboren und wuchs als Bauernsohn in S├╝dafrika auf. Seine Vorfahren waren Nachkommen deutscher Immigranten. Sie kamen aus Norddeutschland und hatten sich Gottes Rufer in der Heide angeschlossen: Louis Harms[3]. Er war der Gr├╝nder des Hermannsburger Missionswerkes, das in Natal Pionierarbeit unter den Zulus leistete. Seine Arbeit f├╝hrte zu der Errichtung von evangelisch-lutherischen Kirchen f├╝r Zulus und Wei├če. Stegen wuchs in einer wei├čen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde auf und geriet unter den Einfluss von Pfr. Anton Engelbrecht, der sich von 1945 bis 1951 in Lilienthal / Natal aufhielt. Engelbrecht war ein intelligenter Mensch mit Charisma, der sp├Ąter die kirchliche Autorit├Ąt ablehnte und eine eigene, unabh├Ąngige Gemeinde errichtete[4]. Stegen stand 23 Jahre lang unter seinem Einfluss, zun├Ąchst als Gemeindemitglied, sp├Ąter als Sch├╝ler in seiner Bibelschule und schlie├člich als Evangelisierungsarbeiter. Die Formung von Stegens Charakter, seine religi├Âse Entwicklung und sein Sendungsbewusstsein wurden unzweifelhaft mit durch Engelbrecht gepr├Ągt.
Was ist Kwasizabantu?
Kwasizabantu ist eine gemischtrassige Glaubensgemeinschaft in Kwazulu-Natal in S├╝dafrika, die durch eine Erweckung des christlichen Glaubens entstanden sein soll. 1970 erwarb Erlo Stegen ein St├╝ck Land in der N├Ąhe von Kranskop / Natal, zwischen einem Zulu-Wohngebiet und einem wei├čen Wohngebiet. Diesen Ort nannte er Kwasizabantu (Ort, an dem Menschen geholfen wird). Hier errichtete er im Laufe der Jahre Wohngeb├Ąude, Schulen und ein Auditorium mit 8.000 Sitzpl├Ątzen. Auch gr├╝ndete er diverse Betriebe, die sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor entwickelten. Es sind funktionierende Betriebe, die Arbeitspl├Ątze schaffen. Teilweise wird jedoch der Vorwurf erhoben, dass die Bezahlung schlecht und sehr viel ÔÇ×ehrenamtlichÔÇť zu leisten sei.
Heute wohnen auf dem Platz etwa 1500 Menschen.
Kwasizabantu zieht Menschen aus der ganzen Welt an, die ihr geistliches Leben dort ÔÇ×einer Pr├╝fung im Lichte der Erweckung unterwerfen”. Es halten sich dort regelm├Ą├čig ca. 50 Menschen aus Europa auf.
Was ist Erweckung?
Erweckung ist ein Begriff, der von Christen gebraucht wird, die nach geistlicher Erneuerung im Heiligen Geist suchen. Sie erfahren ihr geistliches und kirchliches Leben als trocken und ausged├Ârrt. Durch das Gebet und die Hingabe an Gott versuchen sie Gott dazu zu bewegen, sie zu ver├Ąndern.
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Manchmal werden Einzelpersonen, ganze Kirchengemeinden oder auch ein noch gr├Â├čeres Umfeld vom Geist Gottes ber├╝hrt, wobei die Folgen dieser Ber├╝hrung noch Jahre sp├Ąter sichtbar sind. Das Suchen nach Erweckung ist legitim. Doch leider geht diese Suche nicht immer gut aus, wof├╝r Kwasizabantu ein Beispiel ist.
Der Beginn der Erweckung
Stegen begann seine Laufbahn als Evangelist und f├╝hrte 12 Jahre lang Zeltevangelisierungen unter den Zulus durch ÔÇô jedoch ohne Erfolg[5]. Um aus der Sackgasse zu kommen, probierte er unterschiedliche charismatische Methoden aus, wobei er u.a. auch die ÔÇ×ZionistenÔÇť[6] besuchte, um zu verstehen, worin der Schl├╝ssel zu deren Erfolg lag[7]. Als all dies nicht weiterhalf, wurde er mutlos. In dieser Zeit kam er t├Ąglich mit einer Gruppe Zulus in Maphumulo / Natal zum Gebet zusammen. An einem gewissen Tag erlangten sie die ├ťberzeugung, dass Gott einen Menschen suche, der als sein Kanal fungieren und zu ihnen sprechen k├Ânne. Kurze Zeit sp├Ąter fuhr der Geist auf die Zulufrau Masaga herab (uthole uMoya)[8]. Sie wurde Stegens Gebetsfrau (umthandazi), die er von diesem Tag an stets um Rat fragen sollte. Durch die Begegnung Stegens mit dieser Zulufrau kam es zu einer Verflechtung der traditionellen Zulureligion mit dem christlichen Glauben – ein interreligi├Âses Experiment, das wahrscheinlich bis zum heutigen Tage andauert: Ein wei├čer Missionar, der eine Zulufrau in Trance versetzt und glaubt, auf diese Weise in direkten Kontakt mit Gott zu treten. Er erh├Ąlt eine direkte Antwort auf all seine Fragen und ist somit jederzeit genau ├╝ber den Willen Gottes informiert[9]. Deshalb muss jeder auf ihn h├Âren.
Stegen empfand seine Erfahrung als so wichtig, dass er jeden dazu aufrief, sein geistliches Leben bei ihm und seiner Zulufrau durchleuchten zu lassen[10]. Er machte die Trance-Sitzungen ├╝berall bekannt, sodass dort Menschen von nah und fern zusammenstr├Âmten. Stegen bezeichnete die Trance- Sitzungen als ÔÇ×Durchbruch zur Erweckung”[11]. Im Laufe der Zeit kamen einige Prophetinnen hinzu. Erfahrungen von W├Ąrme oder Feuer, Heilungen, Befreiungen, Exorzismus, Glossolalie (Zungenrede), Tr├Ąumen und Visionen ├╝berrollten die Gl├Ąubigen wie eine Sturmflut[12]. Auf dem Platz von Kwasizabantu werden die Zuluprophetinnen heute als ÔÇ×betende Mamas” bezeichnet. Stegen glaubt, dass sie durch den Heiligen Geist prophezeien (ukuprofetha). In Wirklichkeit dienen sie jedoch als Medien in einer Wahrsagesitzung (ukubhula), die von einem traditionellen Wahrsager (isangoma)[13] durchgef├╝hrt wird.
Da die Fluktuation der Mitglieder in der Bewegung gro├č ist, gibt es nach 40 Jahren nur noch wenige Mitglieder, die etwas ├╝ber die Rolle von Stegen und seinen Zuluprophetinnen wissen. In den letzten Jahrzehnten hatte Stegen die neuen Anh├Ąnger absichtlich in Unkenntnis ├╝ber die prophetischen Aktivit├Ąten gelassen. So weisen sie die Existenz solcher Aktivit├Ąten als L├╝ge ab. Damit hat Stegen heute einen Spagat zu vollbringen: Einerseits benutzt er die Trance-Sitzungen f├╝r das Management seiner Sekte, andererseits ist er finanziell von Christen abh├Ąngig, die derartige interreligi├Âse Experimente niemals guthei├čen w├╝rden.
Vorschriften f├╝r die Mitglieder als Folge der Offenbarungen
Auf der Grundlage von religi├Âsen Tr├Ąumen und Visionen wurden allerlei Vorschriften f├╝r die Anh├Ąnger aufgestellt, die zu einem Gruppenverhaltenskodex f├╝hrten – einer heiligen Doktrin, von der nicht abgewichen werden darf[14]. Es gibt kein handschriftliches Dokument f├╝r den ÔÇ×hohen geistlichen Weg”. Als S├╝nde wird vor allem das ├ťbertreten des Verhaltenskodexes betrachtet, denn dadurch k├Ąme die Erweckung zum Stillstand und st├╝rze die gesamte Bewegung ins Ungl├╝ck.
F├╝r Frauen ist der Rock ein religi├Âses Symbol, und Jeans sind M├Ąnnern und Frauen gleicherma├čen verboten. Das Anstreben absoluter Heiligkeit manifestiert sich in der strikten Trennung von Jungen und M├Ądchen. Die Weise, auf die ein Junge einem M├Ądchen den Hof machen muss und die vorgeschriebenen Heiratsregeln sind eine der unantastbaren Grundprinzipien von Kwasizabantu[15]. Sexueller Kontakt vor der Ehe ist nicht nur tabu, Liebende d├╝rfen selbst nicht miteinander kommunizieren, einander kennen lernen oder sich treffen. Eine ehemalige Sch├╝lerin der Missionsschule behauptete sogar, dass die Jungfr├Ąulichkeit nach den Ferien von alten Zulufrauen kontrolliert wurde, so nach dem ÔÇ×Natal WitnessÔÇť vom 2.Febr. 2000. ÔÇô Die Jungfr├Ąulichkeitskontrollen waren in der Zulu-Tradition ├╝blich, heute gibt es sie wahrscheinlich noch der ÔÇ×Shembe-KircheÔÇť, einer Unabh├Ąngigen Kirche mit starken traditionellen Elementen. ÔÇô
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Wer Kritik ├Ąu├čert oder vom Kodex abweicht, wird exkommuniziert. Dies gilt sowohl f├╝r die Heiratskandidaten als auch ihre Eltern. Die F├╝hrer betrachten dies als eine heilige Doktrin, die die Bewegung vor dem Verderben sch├╝tzt.
Trotz der ÔÇ×ErweckungÔÇť waren um 1975 rassistische Handlungen bei den wei├čen Mitgliedern von Kwasizabantu noch immer an der Tagesordnung. Stegen wollte dies nicht l├Ąnger tolerieren und beschloss, gegen das Problem vorzugehen. Auf einem Bauernhof in der N├Ąhe von Kranskop wurde eine Konferenz abgehalten, bei der die 11-j├Ąhrige Zuluprophetin Lindiwe eingesetzt wurde. Im Trancezustand gab sie bekannt, welche Kinder und Erwachsenen kommen mussten. Anschlie├čend dr├Ąngte Stegen die Betroffenen dazu, an der Konferenz teilzunehmen[16]. Die S├╝nden der Teilnehmer wurden vor Lindiwe offen gelegt und mussten anschlie├čend bekannt und ├╝berwunden werden. Die Teilnehmer durften die Konferenz erst verlassen, nachdem die unter Trance stehende Lindiwe zu dem Ergebnis gekommen war, dass alles in Ordnung sei.
Als Bestrafung f├╝r ihre S├╝nden wurden Kinder und Teenager gr├╝n und blau geschlagen und bis aufs Blut gepr├╝gelt. Stegen lie├č die Kinder erst beten, bevor sie geschlagen wurden und zwang sie anschlie├čend dazu, sich f├╝r die erhaltene Bestrafung zu bedanken. Einige tragen die Narben hiervon noch bis zum heutigen Tage – im w├Ârtlichen Sinne. Andere leiden noch immer an den traumatischen Folgen von Stegens Horror[17]. Viele der Opfer haben sich vom Glauben abgewandt. Wie aus dem im Jahr 2000 ver├Âffentlichten Bericht der s├╝dafrikanischen Evangeliese Alliansie hervorgeht, wurden noch zu Beginn der 90er Jahre Jugendliche mit solchen unmenschlichen K├Ârperstrafen bestraft.
Stegens ├ľffentlichkeitskampagne in Europa
Stegens gr├Â├čter Wunsch war es, seine Erweckung in Europa bekannt zu machen und genau wie sein Lehrmeister Anton Engelbrecht seine Erfahrungen auf der anderen Seite des Ozeans zu verk├╝nden. Er erkannte, dass er, wenn er Erfolg haben wollte, ein Buch ├╝ber seine Erweckung publizieren musste.
Als Stegen Ende der 1970er Jahre mit K.E. Koch in Kontakt kam, ├╝berredete er diesen dazu, ein Buch ├╝ber die Erweckung zu schreiben. Stegen lieferte ihm hierf├╝r die Daten. Er erdichtete eine neue Vergangenheit und sammelte allerlei Wundergeschichten aus seiner Praxis als einheimischer Prophetheiler zusammen, wobei er sich nicht nur auf seine eigenen Wunderheilungen beschr├Ąnkte[18]. Er f├╝hrte Koch hinters Licht, indem er ihm die wirklichen Tatsachen verschwieg. Koch verstand es, die Geschichte von Stegens Erweckung so zu schreiben, dass sie beim europ├Ąischen Lesepublikum auf fruchtbaren Boden fiel. Das englischsprachige Buch ÔÇ×God among the Zulus” erschien 1979 und wurde in viele Sprachen ├╝bersetzt. Unter dem Namen Erlo Stegen erschien das Buch ÔÇ×Erweckung unter den Zulus”. In diesem Buch konstruiert der Verfasser einen Zusammenhang zwischen der Erweckung von Kwasizabantu und der fr├╝hen christlichen Kirche, um zu beweisen, wie eng Kwasizabantu an die christliche ÔÇ×UrgemeindeÔÇť[19] ankn├╝pfe. Die Propagandamaschine begann warm zu laufen. Stegen und seine Leute wurden in diverse europ├Ąische L├Ąnder eingeladen, um Vortr├Ąge zu halten. Stegen organisierte mithilfe seines Bruders Friedel Konferenzen, die von Tausenden besucht wurden. In einer Reihe europ├Ąischer L├Ąnder wurden Kwasizabantu-Gemeinden und -schulen gegr├╝ndet. F├╝r die europ├Ąischen Jugendlichen wurde der ÔÇ×EurochorÔÇť ins Leben gerufen. Dieser fungiert als eine Art Fangnetz f├╝r Jugendliche. Die Zulassung zum Chor setzt die Teilnahme an einem Seelsorgeprogramm voraus, durch das die Jugendlichen sorgf├Ąltig ├╝berwacht werden. Nur wer die absolute Reinheit und strikte Trennung der Geschlechter anstrebt, kann Mitglied werden.
Die Kwasizabantu-Bewegung in Europa
Viele Christen mit unterschiedlichem Hintergrund, die jahrelang nach Erweckung gesucht hatten, waren stark beeindruckt von Stegens B├╝chern, schlossen sich seiner Bewegung an und landeten in nationalen Kwasizabantu-Gemeinden[20]. In den Gottesdiensten nimmt die Predigt einen zentralen Platz ein. Bittstunden, Gespr├Ąchsgruppen, Bibelstudien oder Zellgruppen (Hauskreise) sind nicht erlaubt. Dies hat zur Folge, dass es nur wenig Gedankenaustausch unter den Mitgliedern gibt.
Die Mitglieder und Mitarbeiter haben eine sehr gro├če Opferbereitschaft. Sie betreiben nationale Zentren und bieten gratis Konferenzen an[21]. Da sie ihre gesamte Zeit in Aktivit├Ąten der Bewegung investieren, mangelt es ihnen leider an Zeit, um kritische Gedanken zu entwickeln. Au├čenstehende haben gro├če Hochachtung vor ihrer Freigebigkeit und ihrem Engagement und betrachten sie als sehr
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gute Christen, dieses desto mehr, weil sie sich bei den Au├čenstehenden durch ÔÇ×Love bombingÔÇŁ[22] einschmeicheln, so wie dies in Sekten ├╝blich ist.
Letztendlich hat sich jedoch gezeigt, dass diese ungl├╝cklichen Europ├Ąer lediglich ihre eigenen Sehns├╝chte und Vorstellungen auf Stegens vermeintliche Erweckung projizierten, ohne hieraus irgendeinen Nutzen zu ziehen.
Wie sehen die europ├Ąischen Anh├Ąnger Erlo Stegen?
Erlo Stegen ist ihr gro├čer Vorbeter und F├╝hrer. Er ist der Moses, der sie aus ├ägypten, dem Land der S├╝nde, herausf├╝hrt und ins gelobte Land bringt. Sie werden selig, wie sie meinen, wenn sie an Stegens Interpretation des Evangeliums glauben und dem Weg folgen, den er ihnen aufzeigt.
Wer sich widersetzt und Stegen verl├Ąsst, bekommt von diesem zu h├Âren: ÔÇ×Es ist verr├╝ckt, die erweckten Christen zu verlassen. Das ist absurd. Derjenige, der sagt: ╠üGott f├╝hrt mich von hier fort ╠ü, dessen Gott ist der Teufel. Mit einer solchen Person m├Âchten wir nichts zu tun haben.ÔÇŁ[23].
Die Loyalit├Ąt gegen├╝ber dem F├╝hrer ist so beschaffen, dass die Anh├Ąnger keine abweichende Meinung ertragen oder anh├Âren k├Ânnen. Angriffe auf den (bzw. die) F├╝hrer werden als Rebellion gegen Gott selbst betrachtet. Georg Grau, der deutsche Leiter, stellt Stegen auf eine Linie mit Moses, den Profeten und den J├╝ngern Jesu[24].
Da Stegen sich nach au├čen hin an die christliche Theologie anpasst, ist es f├╝r viele Gl├Ąubige in Europa schwierig, den Einfluss der Zulutradition auf die Praktiken von Stegens Bewegung zu erkennen. Umso mehr deshalb, weil sie diese Praktiken als das Ergebnis einer von Gott gewollten Erweckung betrachten.
F├╝hrerschaft
Die Familie Stegen ├╝bt eine autorit├Ąre F├╝hrerschaft aus, die stark von der Zulutradition beeinflusst ist. Sie regieren in der Tradition eines Zuluk├Ânig (inkosi) ├╝ber ihren Stamm[25], hier die Kwasizabantu- Gemeinde, und arbeiten mit einer nicht gew├Ąhlten hierarchischen Verwaltungsstruktur, wie diese f├╝r Sekten typisch ist.
Ihre Triebfeder ist eine Mischung aus geistlichen und gesch├Ąftlichen Motiven. In der Praxis dreht sich alles um sie selbst. ├ťber ihren Hauptsitz auf Kwasizabantu hinaus sind sie auch in Europa gesch├Ąftlich aktiv, um ÔÇô wie sie es nennen – Geld f├╝r die ÔÇ×SendungÔÇť zu verdienen. H├Ąufig arbeiten Gemeindemitglieder aus Europa oder S├╝dafrika kostenlos oder f├╝r einen sehr niedrigen Lohn. Der wirtschaftliche Sektor ist inzwischen zu einer wichtigen Existenzgrundlage f├╝r die Stegens geworden[26]. Sie kennen keine finanzielle Transparenz und publizieren keine Jahres├╝bersichten ihrer Betriebe und Stiftungen.
Die F├╝hrer haben ein Netzwerk von Seelsorgern, mit denen sie eng zusammenarbeiten. Diese Seelsorger kontrollieren das Leben der Mitglieder, erteilen ihnen zwingende Ratschl├Ąge bez├╝glich Partnersuche, Ehe, Kindererziehung und Berufsleben und beeinflussen so ihren Lebenslauf. Jedes Mitglied hat einen eigenen Seelsorger, dem es seine S├╝nden bekennen ÔÇ×darfÔÇť. Der Seelsorger besch├Ąftigt sich mit der Vergangenheit und Zukunft des Gl├Ąubigen: Begangene S├╝nden m├╝ssen bekannt und f├╝r alle anstehenden Entscheidungen muss um F├╝rbitte gebeten werden. Denn der Seelsorger akzeptiert die Vorstellung nicht, dass Gott einen Gl├Ąubigen ohne die Vermittlung durch Seelsorge leitet. Die Gl├Ąubigen geraten auf diese Weise unter mentale Bewachung, ohne es zu merken. Auch begeben sie sich in vollkommene psychische Abh├Ąngigkeit von ihrem Seelsorger, da sie alles tun, um dessen Gunst (und damit ÔÇô wie sie meinen – die Gunst Gottes) zu gewinnen. Nur so k├Ânnen sie sicher sein, dass sie sich stets auf dem richtigen Weg befinden. Diejenigen Mitglieder, die Mitarbeiter werden m├Âchten, m├╝ssen regelm├Ą├čig S├╝nden bekennen. Auch werden vertrauliche Informationen, die dem Interesse der Sekte dienen, an die F├╝hrer weitergeleitet. Die Fokussierung der Predigten auf die Beziehung zu Gott und auf die S├╝ndenschuld erweckt st├Ąndige Schuldgef├╝hle bei den Mitgliedern und n├Âtigt sie dazu, ihre S├╝nden zu bekennen. Diese Menschen besuchen j├Ąhrlich Konferenzen in Europa, um bei einem Seelsorger stets erneut ihr Leben ÔÇ×mit Gott ins ReineÔÇť zu bringen.
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Die Selbstanalyse wird zum zentralen Lebensmittelpunkt. Viele der Anh├Ąnger geraten dadurch in eine psychische Krise. Sie werden zerm├╝rbt von der Frage, warum Gott ihnen keine Antwort gibt. Denn die Lehre verk├╝ndet, dass Gott jeden erh├Ârt, heilt oder auf die richtige Bahn lenkt, sobald er alle S├╝nden bekannt hat. Bei einigen Mitgliedern f├╝hrte das Befolgen dieser Lehre zu psychischen St├Ârungen. Beratern und Beraterinnen au├čerhalb der Gemeinschaft von Kwasizabantu sind Betroffene begegnet, die manchmal noch viele Jahre unter Angst und Alptr├Ąumen gelitten haben und von der Furcht vor g├Âttlicher Verdammnis niedergedr├╝ckt waren.
H├Ąlt die ÔÇ×ErweckungÔÇť noch immer an?
Die F├╝hrer betonen, dass die Erweckung seit ihrer Entstehung im Jahre 1966 noch immer unvermindert anhalte[27] und halten den Schein aufrecht, dass Kwasizabantu unanfechtbar sei. Jedoch ist nichts weniger wahr: Sowohl unter den hohen als auch unter den niedrigen Mitgliedern kommen die gleichen S├╝nden vor wie unter Christen und nichtgl├Ąubigen Menschen auch. Das Problem f├╝r die F├╝hrer ist, dass ihr Streben nach absoluter Reinheit und Heiligkeit sich nicht in die Praxis umsetzen l├Ąsst. Da die F├╝hrer f├╝rchten, von Mitgliedern oder Au├čenstehenden durchschaut zu werden, werden S├╝nden verschwiegen, geheim gehalten und unter dem Deckmantel des Beichtgeheimnisses vertuscht. Viele der nach au├čen gedrungenen Informationen gehen auf Berichte ehemaliger Mitglieder zur├╝ck, die den Mut hatten, vor der s├╝dafrikanischen Evangeliese Alliansie auszusagen. Viele h├╝llen sich jedoch auch nach ihrem Austritt in Schweigen. Die Angst vor Racheakten h├Ąlt sie oftmals noch Jahre sp├Ąter im Griff. Sie bekommen Rechtsanwaltsschreiben, um sie einzusch├╝chtern.
Kriminelle Ausw├╝chse: Sexualverbrechen
Mitbedingt durch die Eingriffe in das Liebesleben ihrer Mitglieder sollen in Stegens Bewegung sexuelle ├ťbergriffe stattgefunden haben. M├Ądchen seien von ihrem Seelsorger zur Verrichtung sexueller Handlungen gezwungen und anschlie├čend als Hure beschimpft worden [28]. In einem Fall sei ein M├Ądchen von einem m├Ąnnlichen Sektenmitglied vergewaltigt und danach zur Schuldigen erkl├Ąrt worden. Es wurde sogar in der Zeitung von einem Mordfall berichtet: Der T├Ąter hatte regelm├Ą├čig Geschlechtsverkehr mit einer jungen Frau. Als diese nicht l├Ąnger mitspielen wollte und dem T├Ąter drohte, ihrem Seelsorger von der Sache zu erz├Ąhlen, erw├╝rgte der T├Ąter aus Angst das M├Ądchen[29]. Ein wei├čes M├Ądchen soll von einem Zulujungen schwanger geworden sein. Sie soll das Kind an einem anderen Ort zur Welt gebracht und zur Adoption frei gegeben haben. Einige Zeit sp├Ąter kehrte sie wieder zur├╝ck. Auch im Fall unehelicher Geburten werden in der Regel die Frauen beschuldigt. Die jungen M├Ąnner bleiben ungestraft. Den Opfern wird kein Geh├Âr geschenkt. Wer die F├╝hrer auf das Verhalten der M├Ąnner anspricht, bekommt die Antwort: ÔÇ×Warum stellst du diese Frage? Wenn Gott einem Bruder vergibt, ist es schrecklich, dass du nicht vergibst.ÔÇŁ
Der moralische Druck durch den Anspruch von Reinheit und Heiligkeit ist so gro├č, dass sexuelle ├ťbertretungen nicht allein verschwiegen werden, um sie gleichsam ungeschehen zu machen, sondern er f├╝hrt auch zur Beschuldigung der Opfer.
Resumee
Die Kwasizabantu-Erweckung hat im Leben ehemaliger Anh├Ąnger eine Spur der Verw├╝stung und Vernichtung hinterlassen: gebrochene Menschen aufgrund von Ehescheidungen, physischem und psychischem Missbrauch, K├Ârperstrafen, Jungfr├Ąulichkeitskontrollen, finanzieller Undurchsichtigkeit.
Seit Erscheinen des Berichts der Evangeliese Alliansie ├╝ber Kwasizabantu im Jahre 2000 hat sich nicht viel ge├Ąndert. Die Sektenleitung entzieht sich der Kritik und bestreitet den Machtmissbrauch. Trotzdem hoffen viele, dass sich irgendwann etwas wandeln wird. Dazu geh├Ârt es, dass Kritik ├Âffentlich gemacht wird, so dass m├Âgliche Straftaten geahndet werden k├Ânnen.
Ferner ist zu w├╝nschen, dass nicht allein ehemalige Mitglieder, sondern auch die Anh├Ąngerschaft begreift, dass die Gnade Gottes nicht abh├Ąngig ist von der Bibelauslegung oder der ÔÇ×GeistbegabungÔÇť eines ÔÇ×prophetischen F├╝hrersÔÇť, auch nicht vom eigenen Bem├╝hen um Reinheit und Heiligkeit, sondern dass die biblische Theologie freie Menschen, die f├╝r sich selber verantwortlich sind, im Blick hat. Seelsorge soll Menschen nicht knebeln, sondern ihr Ziel ist die Befreiung von Fesseln. In diesem Zusammenhang ist gerade bei Kwasizabantu zu unterstreichen, dass die Heiligkeit keine Frucht ist,
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die man sich erarbeitet, sondern dass Christus gerecht spricht und kein Mensch. Hier ist ein theologisches Urteil vonn├Âten.
├ťber den Autor
Der Autor forscht seit 2002 ├╝ber Kwasizabantu. Er sammelte Informationen aus einem Zeitraum von gut 40 Jahren. Hierzu geh├Âren die eigenen Publikationen von Kwasizabantu, theologische Studien ├╝ber Kwasizabantu von Dritten, Briefe, Zeitungsartikel, Dokumente und das neue Quellenmaterial, das um das Jahr 2000 zug├Ąnglich wurde. Au├čerdem erforschte er die Zulureligion und f├╝hrte in diesem Zusammenhang Untersuchungen zur Stellung der Afrikanischen Unabh├Ąngigen Kirchen (AUK) durch.
Er f├╝hrte Interviews mit Dutzenden ehemaliger Kwasizabantu-Mitarbeiter und Mitglieder in Europa und S├╝dafrika. Bei der Feldforschung in KwaZulu-Natal traf er eine Reihe Zulus und Wei├če, die den Beginn von Stegens Erweckung miterlebt haben. Da diese zu Stegens ersten Mitarbeitern geh├Ârten, sind ihre Berichte sehr wertvoll. F├╝r eine richtige Beurteilung der Bewegung hat sich historisches Hintergrundwissen als unentbehrlich erwiesen und ist der anthropologische Kontext ein sehr bedeutsamer Faktor.
[1] Evangeliese Alliansie von S├╝dafrika, 2000. Protokoll vom 23. Juni bzgl. der Kwasizabantu-Sendung. Pietermaritzburg. Ca. zwanzig Exmitglieder und -mitarbeiter sagten vor einer Jury aus.
[2] DU TOIT W, 1990. God se Genade ÔÇô die verhaal van Kwasizabantu (Afrikaans), Selbstverlag du Toit, Durban: S. 16-21
[3] PAGEL A, 1978. Ludwig Harms ÔÇô Gottes Rufer in der Heide, Erlangen: Verlag der Ev. Luth. Mission (GY).
[4] BECKEN Hans-J├╝rgen, 1960. In Auftrag der Ev.- luth. Hermannsburger Mission zu Hermannsburg (GY) verfasste er einen Bericht ├╝ber den Handel und Wandel von Engelbrecht. Archiv Hermannsburger Mission (GY).
[5] STEGEN E, 1993. Opwekking begint bij jezelf (Erweckung beginnt bei mir), Middelstum: Stichting Kwasizabantu Zending, S. 41
[6] SUNDKLER, B.G.M. 1976. Zulu Zion, and some Swazi Zionists, London: Oxford University Press. ÔÇ×ZionistenÔÇŁ werden in S├╝dafrika Heilungskirchen genannt, die den Namen ÔÇťAmaZiyoniÔÇŁ (von ÔÇ×ZionÔÇŁ abgeleitet) f├╝hren.
[7] REDINGER E, ehemaliges Gemeindemitglied von Claridge und sp├Ąter Mitarbeiter von Stegen von 1967-1968, Interview am 28.12.2006
[8] MBANGO O, Mitarbeiter von Stegen im Jahre 1967, Zeugenaussage 2001. Uthole uMoya = sie empfing den hl.Geist.
[9] REDINGER E, ibid. Zeugenaussage Punkt 34 und 35
[10] BARTELS H, ehemaliges Gemeindemitglied von Claridge, Interview am 13.11.2004 [11] REDINGER E, ibid. Interview am 14.07.2006
[12] Der Geist fuhr als erstes auf Magasa, auch bekannt unter dem Namen Hilda Dube, herab. Sp├Ąter kamen Josephina Ntsinbande, Helen Mzila und zwei T├Âchter von Dube, Thofozi und Lindiwe hinzu (MBANGO O, Zeugenaussage 2001).
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[13] In den AUKs (afrikanische unabh├Ąngige Kirchen) w├╝rden ukuprofetha und ukubhula verwechselt, so jedenfalls lautet der Vorwurf eines Kritikers ( Vgl. ZULU M./ LADEMANN-PRIEMER G, Evangelium und Zulu-Br├Ąuche.in: Africana Marburgensia, 1992. Sonderheft 14: S. 35).
[14] DAMRON G, durch die Offenbarung von Lindiwe sind ungeschriebenen Regeln entstanden, aus denen sich ein Verhaltenskodex entwickelte (Artikel d.d. 13.01.2000).
[15] PECKHAM C, 1999. In seinem Assessment of Ksb (19-02) verweist er auf den Entstehungsursprung der Heiratsmethode. Ein bestimmter Traum wurde zu einem der kontroversesten Grunds├Ątze von Kwasizabantu.
[16] MABASO B, Mitarbeiter von Stegen von 1967-2000, Interview am 15.11.2004; REDINGER E, Interview am 11.11.2004
[17] STONE D, ehemaliges Gemeindemitglied von Claridge und Senior Pastor der Maranatha Ministries in Randburg, Interview am 2.07.2006; Lorentz FREESE E-Mail d.d. 17.03.2004 an seinen Schwager Erwin Redinger betreffend eine an Stegen adressierte Warnung bzgl. des Schlagens seiner Kinder.
[18] XIMBA N, Ximba arbeitete als Zulu-Evangelist in Tugela Ferry als an einem gewissen Tag eine Analphabetin zu ihm kam. Sie hatte einen Verweis auf einen Bibeltext bei sich, kaufte eine Bibel, ging zu Ximba und bat ihn, die Texte zu lesen. Dieses Geschehnis ist nachzulesen in ÔÇ×God onder de ZoeloesÔÇŁ (1990:36) und ereignete sich vor der Erweckung von 1966 (Interview am14.11.2005). Viele solcher Bibelstellen sprechen von Heilung und Bekehrung.
[19] STEGEN E., 1989. Opwekking onder de Zoeloes (Erweckung unter den Zulus), Loppersum: Stichting Kwasizabantu Zending, S. 45-48
[20] Kwasizabantu errichtete Zentren in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien.
[21] s. die j├Ąhrlichen Rundbriefe von Kwasizabantu in diversen L├Ąndern.
[22] s. die Internet-Enzyklop├Ądie ‘word iQ’ http://www.wordiq.com/definition/Love_bombing
[23] Kwasizabantu Familienfreizeit in Melchtal, Schweiz, 10. August 2000
[24] GRAU G., Brief an die deutsche Leitung d.d. 29.01.1999: ÔÇ×Es war eine Kriegserkl├Ąrung an Gott.ÔÇŁ
[25] SUNDKLER, B.G.M. 1961. Bantu prophets in South Africa, London: Oxford Un. Press, S. 140-178
[26] s. die Seite der Wasserfabrik aQuell├ę, die einen j├Ąhrlichen Millionengewinn abwirft und http://www.aquelle.co.za/default.php
[27] Einer der Zeugen, die vor der Jury der Evangeliese Alliansie erschienen, sagte aus, dass Stegen seinen Mitarbeitern auftrug zu predigen, dass die Kraft der Erweckung noch dieselbe sei wie am Anfang, obwohl sie wussten, dass dies auf Propaganda beruhte.
[28] Natal Witness 31.01.2000; Sunday Tribune 06.02.2000 [29] Natal Witness 12.08.2003
Weitere Hinweise zu Kwasizabantu finden sich unter: www.ksb-alert.com und www.relinfo.ch
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