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Falsche Lehren, große Defizite

Es war schon immer so: Wer in einer KSB-Gemeinde wohlwollend-kritische Bemerkungen machte, wurde abgelehnt. In einem Erfahrungsbericht schildert ein Ehepaar, dass es in der EGHO nach wie vor so ist und erklärt seine Sicht auf die heutige Gemeinde auf dem Hof Oberkirch.

„Vor ca. 25 Jahren besuchten wir das erste Mal eine Veranstaltung in Kaltbrunn, um den wohl wichtigsten Prediger vom Missionswerk Kwasizabantu (KSB) Südafrika, Erlo Stegen zu hören. KSB machte in weiten Teilen der Welt Schlagzeilen mit einer angeblich aussergewöhnlichen Erweckung unter den Zulus begleitet von einer Vielzahl von Heilungen, Zeichen und Wundern bis zu scheinbaren Totenauferweckungen.

KSB wurde auch für Schweizer ein Magnet für Menschen, die geistliche Erneuerung, Erweckung, Lebenshilfe und Heilungen suchten. Sie suchten nach Besserem als in unserem Land angeboten wird.

Das Familienunternehmen Stegen blühte sowohl als christliches Unternehmen als auch mit deren eigenen Firmen.

Erlo Stegen gab sich im Vortrag in Kaltbrunn als Autoritätsperson. Wir selbst beurteilten damals als nüchterne, gut fundierte und bibelgläubige Christen seine Ausführungen im Blick auf biblische Lehre als ungesund, einseitig und fehlleitend. Als Ehepaar lesen und studieren wir die Bibel nun seit über 50 Jahren.

Es fehlt der KSB als auch der EGHO an guten und angemessen gebildeten Lehrern in biblisch fundierter Theologie und an gesunder Lehre bezüglich praktischem Christen- und Gemeindeleben. Dadurch kommt es, dass in Predigten ungesunde, z. T. falsche und eigene Lehren verbreitet werden und dass die Gemeinde unter grossen Defiziten in biblischen Lehren und Seelsorge-Themen leidet. Die Gemeinschaft ist ihren Autoritäten hörig. Sie ist unselbständig, lebt und dreht sich wesentlich um sich und das eigene Wohl.

Aufgrund von internen Auseinandersetzungen zwischen KSB Südafrika und KSB Schweiz kam es 2019 zu gegenseitiger Verwerfung. Diese Trennung war sicherlich gut. Ein Teil von falschen Lehren und Lebensanweisungen wurden erkannt und vor der Gemeinde erwähnt. Es kam in Lehre und im Leben aller Bereiche von Schule und Gemeinde aber zu keinen grundlegenden und notwendenden Korrekturen hin zu einer evangelischen Gemeinde. Es blieb bei einer in sich verschlossenen Gemeinschaft mit ungesunden und eigenen Lehren und Strukturen.

Nur drei – leider wenig kompetente – Leiter lehrten und führten die Gemeinde. Sowohl die Gemeinschaft als auch die Schule richten sich nach diesen Autoritäten. Das hat sich auch unter der von Kindesbeinen an ungesund gelehrten und geprägten, nachgezogenen, völlig unerfahrenen neuen Gemeindeleitung seit Frühjahr 2022 von Josef und Josija Morger und Markus Rüttimann nicht geändert.

Wir selbst besuchten die KSB Mission Schweiz, die sich nach Trennung 2019 den neuen Namen EGHO – Evangelische Gemeinde Hof Oberkirchgegeben hat, für ca. eineinhalb Jahre bis September 2022. Wir nahmen in allen Gemeinschaftsbereichen und an Veranstaltungen teil und haben die Gemeinde gut kennengelernt.

Wir konnten kollektiv prägende Meinungen und Weisungen der Leitenden nicht einfach übernehmen, weil diese nicht den Lehren des Wortes Gottes entsprachen. Es ging z. T. um falsche, eigene und ungesunde Lehren und Ansichten. Zum Beispiel wird die verstörende Lehre vertreten, dass ein Kind Gottes, wenn es sündigt, abfallen und verlorengehen kann. Die vier Säulen für ein biblisches Gemeindeleben aus Apostelgeschichte 2,42 – das «Verharren in der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, das Brechen des Brotes und den Gebeten» – haben nur eine Randbedeutung. Gesunde Einheit, gegründet auf dem Gebot der Liebe und der Wahrheit des Wortes Gottes, wird völlig ignoriert. Sie lehren: «Gelebte Liebe geschieht in der Einheit». Wer also nicht in dieser Einheit, d. h. im Kollektiv denkt und lebt, der lebt nicht in der Liebe. Der wird dann als Aussenseiter der Gemeinde behandelt.

Die Leitenden erhoben das Recht und den Anspruch des Lehrens. Ob alte oder neue Gemeindeleitung, sie sind nicht in der Lage, den Aufgaben in einer Gemeinde als biblisch qualifizierte Lehrer, Älteste oder Seelsorger gerecht zu werden.

Wir suchten mit der alten Leitung (KSB und EGHO) bis Ende 2021, besonders mit Jürg Läderach, Othmar Voser und mit dem neuen Leiter ab 2022, Josef Morger mehrfach das Gespräch und schrieben auch mehrere Briefe, mit der Absicht, absolut helfend und wohlwollend mit Ergänzungen oder Korrekturen dienlich zu sein. Darauf reagierten sie völlig abweisend.

Ebenso suchten wir vielfach das Gespräch mit treuen und langjährigen Gemeinschaftsangehörigen. Unser Anliegen war z. B., sie zu ermutigen, selbst mehr die Bibel, Gottes Wort, zu lesen, um biblische Lehre kennenzulernen und zu gesundem Christen- und Gemeindeleben zu finden. Das führte ebenso zu Ablehnungen, wie dies bei in sich geschlossenen und durch falsche Lehren und Machtmenschen zur Einheit geführten Gemeinschaften vorkommt.

Die EGHO versteht sich in Lehre und Leben bezüglich Schule, Christen- und Gemeindeleben als überragend im Vergleich zu den anderen in unserem Land. Wer sich der stark im Kollektiv geprägten Gemeinschaft nicht angepasst gläubig und gehorsam einfügt, wird als Gefahr wahrgenommen, distanziert und je nachdem isoliert. Die Gemeinschaft ist auf Trennungen eingestellt. Solche müssen zur Bewahrung ihrer Lehren und Einheit sein. Menschen, die dem Kollektiv nicht konform sind, werden gemieden und leider richtiggehend verachtet. Zur Selbstrechtfertigung fehlt es dann mitunter auch nicht an diskreditierenden Nachreden.

Es ist traurig, wie bei vorhandener Religiosität Gottes Wort, Lehre Jesu Christi und durchaus bibelgläubige Christen und Mitmenschen rigoros isoliert und verachtet werden, obgleich die Bibel lehrt: «Du sollst Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben» und: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst». Jesus lehrte nicht nur Nächsten- sondern auch Feindesliebe.

Unsere Erfahrungen und Beurteilungen fanden wir durch Berichte auf der aufklärenden Webseite von www.ksb-alert.com durch und durch bestätigt.

Es tut uns unendlich leid! Wir wollten von ganzem Herzen und mit bestem Wissen und Gewissen der Gemeinschaft dienlich sein. Zum Beispiel bat ich Josef Morger nicht um möglichen Predigtdienst, sondern um dringend nötiges Vorlesen aus der Bibel wegen der grossen Unkenntnisse. Das lehnte er leider entschieden ab. Weil wir falsche Lehren und Lebensweisen und das Einsetzen einer Gemeindeleitung entgegen allen biblischen Weisungen und Ordnungen wie in gesunden evangelikalen Gemeinden nicht teilen konnten, wurden wir durch Josef Morger gebeten, eine andere Gemeinde zu suchen. Es ist äusserst traurig und schmerzlich, wie diese Gemeinschaft in so manchen Wirren und Irrungen geführt und bestimmt wird. Seit es die Gemeinschaft gibt, kennt sie nichts anderes und sie liebt es so. Wer auf gesundes biblisch fundiertes Christen- und Gemeindeleben Wert legt, wird dies in der EGHO nicht finden.

Die EGHO gab sich den Namen «Evangelische Gemeinde». In Wahrheit und Wirklichkeit ist sie aber von einem biblisch fundierten, gesunden, evangelischen Gemeindeleben sehr weit entfernt. Nun wurde vor gut einem Jahr Prof. em. Dr. Armin Mauerhofer für die Gemeinde um Hilfe angerufen. Er will helfen und glaubt, dass er in kurzer Zeit, die von Kindheit an fehlgeleitete junge und unerfahrene Gemeindeleitung nebenbei ausbilden und eine z. T. so verwirrte und verirrte Gemeinschaft mit riesigen Defiziten hin zu einer normalen und gesunden Gemeinde verändern könnte. Unverständlicherweise ignorierte er leider für eine nötige und gründliche Gemeinde-Analyse ihm vermittelte Informationen, die nötig sind, um dieser Gemeinde auch effektiv helfen zu können.

Es wäre der Gemeinschaft von Herzen zu wünschen, den Ausweg aus Verführungen in Lehre und Leben und aus vielem Unrecht gegen Mitchristen zu einem geordneten, gesunden und vom Wort Gottes fundiertem Christen- und Gemeindeleben zu finden.

Möge der Bericht Gemeindegliedern und Aussenstehenden als Orientierungshilfe dienlich sein.“


Allfällige Fragen an: toru@gmx.ch 

Januar 2023